Ladakh - Das kleine Tibet

Kulturelle Höhepunkte von Ladakh kombiniert mit einem
Besuch bei den Nomaden


Termin: 02.07. - 16.08.2027   

Gruppengröße: 5 - 10 Personen

Reisedauer: 15 Tage

deutschsprachige Reiseleitung

3690 Euro p.P.


        4.500 m                         1                                13 x                         keine  


HÖHEPUNKTE  

  • Reise in die landschaftlich schönsten Gebiete Ladakhs
  • Sagenumwobene Seen Tso Kar und Tso Moriri sowie der faszinierende Sternenhimmel von Hanle
  • Authentische Einblicke in das tägliche Leben der Nomaden
  • Besichtigung zahlreicher schöner Klöster im Indus-Tal
  • Hemis Tsechu - das größte Klosterfest in Ladakh


Ladakh ist einer dieser Orte, an denen man schon beim Landeanflug spürt: Hier beginnt eine andere Welt. Unter uns ziehen die schneebedeckten Ketten des Himalaya vorbei, dahinter öffnen sich weite Hochtäler, grüne Oasen und karge Berglandschaften. Unsere Reise nimmt sich Zeit für diese besondere Region – wir starten ruhig, geben dem Körper Zeit für die Höhe und lassen die Eindrücke Schritt für Schritt wachsen.


Nach dem Nachtflug nach Delhi geht es direkt weiter nach Leh auf rund 3.500 m. Der erste Tag gehört vor allem dem Ankommen und der Akklimatisation. Am Nachmittag unternehmen wir einen leichten Orientierungsspaziergang zum Leh-Markt, können Geld wechseln und erste kleine Besorgungen erledigen. Am nächsten Tag begegnen wir der Geschichte der ladakhischen Könige. In Stok besuchen wir den bis heute von der Königsfamilie bewohnten Palast mit seinem kleinen Museum. Später führt uns der Weg zum neunstöckigen Leh Palace, dem früheren Königssitz über der Altstadt. Anschließend spazieren wir durch die alten Gassen hinunter zum Markt. Im Sakti-Tal besuchen wir Thakthok, das um eine natürliche Meditationshöhle entstanden ist, und Chemrey, das eindrucksvoll über dem Tal thront. Beide Klöster zeigen auf unterschiedliche Weise, wie lebendig der tibetische Buddhismus in Ladakh bis heute ist.


Dann führt unsere Reise westwärts in die Sham-Region. Nach dem Besuch des Klosters Likir erreichen wir das fruchtbare Tingmosgang-Tal mit Aprikosenbäumen, Terrassenfeldern und traditionellen Lehmdörfern. Bei einem Spaziergang lernen wir das ländliche Ladakh kennen – vielleicht ergibt sich unterwegs sogar die Gelegenheit zu einer Tasse Tee bei einer Familie. Lamayuru empfängt uns mit seiner berühmten „Mondlandschaft“ aus bizarren Felsformationen. Neben dem großen Kloster besuchen wir auch den historischen Lotsawa-Tempel. Auf dem Rückweg führt ein Abstecher nach Wanla, wo wir einen alten Tempel besichtigen und entlang des Flusses spazieren. Ein kultureller Höhepunkt ist Alchi mit seinen außergewöhnlich gut erhaltenen Wandmalereien, Stuckfiguren und kunstvollen Holzdecken. Ganz in der Nähe liegt Mangyu, ein ruhiges Oasendorf zwischen Felsen und Feldern. Nach dem Tempelbesuch wandern wir entlang des Mangyu-Bachs durch eine eindrucksvolle Schlucht hinab nach Gyera.


Auch Rizong vermittelt einen besonderen Einblick in das klösterliche Leben. Von dort steigen wir zum Nonnenkloster Chulichan ab. Anschließend besuchen wir Hemis Shukpachen, eines der typischen Aprikosendörfer Ladakhs, und spazieren vorbei an Feldern, Bewässerungskanälen und alten Häusern. Auf dem Rückweg nach Leh besichtigen wir die Festungs- und Tempelanlage von Basgo, bevor sich die Landschaft vollständig verändert. Wir fahren hinaus in das Changthang-Hochland nach Hanle – eine Welt aus offenen Ebenen, weiten Tälern und großer Stille. Bei klarem Himmel zeigt sich hier nachts ein beeindruckender Sternenhimmel.


Von Hanle geht es weiter zum Tso Moriri. Der große Hochgebirgssee liegt auf rund 4.500 m und verändert seine Farbe je nach Licht von Türkis bis tiefblau. Wenn möglich, besuchen wir Sommerlager der Changpa-Nomaden und erfahren mehr über ihre traditionelle Lebensweise und die Pashmina-Wolle. Die Rückfahrt nach Leh führt über die geothermalen Quellen von Puga, den Salzsee Tso Kar und den mehr als 5.300 m hohen Taglang La.


Zum Abschluss erleben wir das berühmte Klosterfest von Hemis mit seinen farbenprächtigen Maskentänzen – ein lebendiger Höhepunkt dieser Reise. Am nächsten Tag fliegen wir über den Himalaya zurück nach Delhi und treten schließlich die Heimreise an.

02.07.   Hinflug nach Delhi 

Sie fliegen heute Nachmittag in die indische Hauptstadt Delhi. Die Flugzeit beträgt ca. 8 Stunden. Sie werden Delhi gegen Mitternacht erreichen.  


03.07.   Spektakulärer Weiterflug  und Ankunft in Leh 

Nach der Ankunft in Delhi und einem kurzen Aufenthalt am Flughafen fliegen Sie gleich weiter nach Leh. Ein spektakulärer Flug über die schneebedeckten und vergletscherten Bergketten des Himalaya stimmt uns eindrucksvoll auf die kommenden Tage ein.

Nach der Landung auf rund 3.500 m Höhe werden wir am Flughafen abgeholt und zu unserem Hotel gebracht. Bis zum Nachmittag ist zunächst Ruhe vorgesehen. Diese Erholungsphase ist für die Höhenanpassung besonders wichtig und auch der Grund, warum wir die ersten Tage ganz gemächlich angehen.


Am Nachmittag unternehmen wir einen ersten, leichten Orientierungsspaziergang vom Hotel in Richtung Leh-Markt. Dabei bekommen wir einen ersten Eindruck vom Zentrum, können bei Bedarf Geld wechseln und kleine Besorgungen erledigen. Anschließend spazieren wir in aller Ruhe wieder zurück zum Hotel.

3 Übernachtungen im Hotel in Leh (3.500 m), (F/M/A)  


04.07. Auf den Spuren der Königsfamilie Ladakhs

Nach einem späten Frühstück fahren wir von Leh nach Stok und besuchen den bis heute von der königlichen Familie bewohnten Stok Palace. Der Palast wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts errichtet und wurde später zum neuen Sitz der Namgyal-Dynastie. Im kleinen Palastmuseum erhalten wir einen interessanten Einblick in die Geschichte des ladakhischen Königshauses. Zu sehen sind unter anderem kostbare Thangkas, zeremonielle Gewänder, Schmuckstücke und der mit Türkisen besetzte traditionelle Kopfschmuck der Königin.


Anschließend fahren wir zurück nach Leh und essen zu Mittag. Der frühe Nachmittag bleibt bewusst frei zur weiteren Akklimatisierung und Erholung. Später setzen wir die Geschichte der ladakhischen Königsfamilie fort und besuchen den über der Altstadt gelegenen Leh Palace. Der imposante neunstöckige Palast wurde im 17. Jahrhundert unter König Sengge Namgyal im traditionellen ladakhischen Baustil aus Lehm, Holz und Stein errichtet und war über viele Generationen der politische und königliche Mittelpunkt Ladakhs.


Nach der Eroberung Ladakhs durch die Dogra im 19. Jahrhundert musste die Königsfamilie den Leh Palace verlassen und zog nach Stok. So begegnen uns heute an einem Tag zwei unterschiedliche Kapitel derselben Geschichte: der ehemalige Königssitz über Leh und der spätere Wohnsitz der Familie in Stok.


Von den oberen Etagen des Leh Palace genießen wir einen weiten Blick über die historische Altstadt, das Industal und die umliegenden Berge. Anschließend spazieren wir gemütlich durch die engen Gassen der alten Stadt hinunter zum Leh-Markt und von dort weiter zurück zu unserem Hotel.

Fahrzeit 1 Std., (F/M/A) 


05.07.   Ausflug ins Sakti-Tal: Besuch der Klöster Thakthok und Chemday  

Nach dem Frühstück brechen wir auf zu einer landschaftlich reizvollen Fahrt entlang des Indus in das malerische Sakti-Tal. Dort erwarten uns zwei beeindruckende Klöster, die sowohl kulturell als auch spirituell von großer Bedeutung sind.

Unser erster Halt ist das Thakthok-Kloster, das hoch oben im Sakti-Tal liegt. Dieses Kloster gehört zur Nyingmapa-Schule des tibetischen Buddhismus, einer der ältesten buddhistischen Traditionen. Thakthok ist einzigartig, da es um eine natürliche Meditationshöhle herum gebaut wurde, die eng mit Guru Padmasambhava, dem Begründer des tantrischen Buddhismus, verbunden ist. Die Höhle dient bis heute als Ort der Meditation und wird von Pilgern und Einheimischen gleichermaßen geschätzt. Die kunstvoll gestalteten Tempel des Klosters beeindrucken mit Wandmalereien und einer friedvollen Atmosphäre, die Besucher in den Bann zieht.


Auf dem Rückweg besuchen wir das Chemday-Kloster, das als das zweitgrößte Kloster der Drukpa-Kagyü-Schule in Ladakh gilt. Dieses imposante Bauwerk thront auf einem Hügel und bietet einen spektakulären Blick auf das umliegende Tal. Chemday ist bekannt für seine prächtigen Statuen und die aufwendigen Wandgemälde, die wichtige Episoden aus dem Leben Buddhas und anderer spiritueller Meister darstellen. Das Kloster ist ein bedeutendes spirituelles Zentrum und beherbergt eine lebendige Gemeinschaft von Mönchen, die hier ihre Studien und Praktiken fortführen.

Diese beiden Klöster bieten eine perfekte Kombination aus kultureller Tiefe, spiritueller Inspiration und beeindruckender Architektur und machen den Ausflug ins Sakti-Tal zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Fahrzeit beträgt insgesamt etwa 2,5 Std., Gehzeit 1 Std. (F/M/A) 

 

06.07.   Fahrt von Leh über Likir nach Tingmosgang

Heute brechen wir nach West-Ladakh in die Sham-Region auf. Unterwegs besuchen wir eines der ältesten Heiligtümer Ladakhs: das rund 1000 Jahre alte Kloster Likir, das bis heute eine eigene Schule betreibt. Das Kloster Likir gilt als eine der ältesten monastischen Stätten Ladakhs (Gründung im 11. Jh.). In der Traditionslinie zunächst von frühen Reformbewegungen beeinflusst, ist es heute der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus zugeordnet. Anlage-typologisch umfasst Likir einen zentralen Dukhang (Versammlungssaal) mit reich bestücktem Tschörtenhof, flankiert von Wohntrakten, Bibliothek und Lehrzimmern; ikonographisch dominieren Maitreya-Darstellungen, Schutzgottheiten und Thangka-Zyklen mit biografischen Szenen bedeutender Lamas.

Weiterfahrt in das sehr fruchtbare Tingmosgang-Tal, dem größten Tal der Region, das aus zwei Seitentälern besteht. Sie erwarten Terrassenfelder, Aprikosen- und Apfelhaine sowie Dörfer mit Häusern aus Lehmziegeln. Darüber thronen Klöster und die Ruinen eines Forts aus der Namgyal-Zeit – ideale Aussichtspunkte im Abendlicht, gut sichtbar von unserem Hotel aus. 


Am späten Nachmittag erkunden wir ein mittelalterliches Dorf, in dem etwa 50 Familien seit rund 500 Jahren in traditionellen Lehmbauten leben – eine Baukultur, die in Ladakh nur noch selten anzutreffen ist. Mit etwas Glück werden wir bei einer Familie zu einer Tasse Tee eingeladen. Anschließend legen wir die erste Hälfte der Strecke zu Fuß zurück – ein aussichtsreicher Weg mit herrlichen Ausblicken auf das Fort von Tingmosgang und das weite Tal. Danach Fahrt zurück zum Hotel und Zeit zur Entspannung.

Fahrzeit ca. 2 Std., Gehzeit ca. 1 Std., 2 Übernachtungen im Hotel in Tingmosgang (F/M/A) 


07.07. Tagesausflug nach Lamayuru – in die „Mondlandschaft“

Nach dem Frühstück Fahrt durch die berühmte Mondlandschaft nach Lamayuru zum gleichnamigen Kloster. Das Kloster gilt als eines der ältesten in Ladakh und ist bekannt für seine intensive Studien- und Meditationspraxis. Viele Räume sind mit prächtigen Wandmalereien und Thangkas geschmückt. Lamayuru gehört zur Drikung-Kagyu-Schule des tibetischen Buddhismus. In der Versammlungshalle befindet sich eine kleine Höhle, der Überlieferung nach der Meditationsort des großen Gelehrten Naropa. Weniger bekannt – und zu den ältesten Heiligtümern zählend – ist der Lotsawa-Tempel unterhalb des Hauptklosters, mitten im alten Dorf am Hang (kurz: frühe Phase, Übergang von kashmirischer zu tibetischer Bildsprache). Wir besuchen diesen kleinen Tempel zu Fuß und steigen danach zu Fuß zur Hauptstraße hinauf. Mittagspause/Picknick unterwegs.


Am Nachmittag Rückfahrt nach Tingmosgang mit Abstecher in ein idyllisches Seitental: Im malerischen Dorf Wanla erhebt sich ein Tempel aus dem 14. Jahrhundert. Seine Malereien sind kunsthistorisch bedeutsam, weil sie den Übergang von kashmirischer zu tibetischer Stilistik eindrucksvoll zeigen. Nach dem Besuch genießen Sie bei einem ca. 1-stündigen Spaziergang entlang des Flusslaufs die stille Landschaft und Fotomotive im warmen Nachmittagslicht. Anschließend Fahrt zurück nach Tingmosgang.

Fahrzeit ca. 2 Std., Gehzeit ca. 1 Std., Übernachtung in Tingmosgang (F/M/A)


08.07.   Besichtigung der Klostergruppe Alchi

Kurze Anfahrt nach Alchi. Die Choskhor-Anlage mit Dukhang, Sumtsek und Manjushri-Schrein gilt als zentrales Zeugnis der Kunstproduktion des 12. Jahrhunderts in Ladakh. Charakteristisch ist die Verbindung kashmirischer Handwerkstraditionen mit tibetisch-buddhistischer Ikonographie: großformatige Wandzyklen, feine Stuckplastiken und detailreiche Deckenfelder. Die Bildprogramme thematisieren nicht nur Heilswege und Schutzgottheiten, sondern spiegeln auch Aspekte des sozialen und wirtschaftlichen Alltags der damaligen Bevölkerung. Im Anschluss besuchen wir im Dorf einen kleinen, selten frequentierten Tempel, dessen Erhalt durch sorgfältige Restaurierungsmaßnahmen lokaler Partner gesichert wurde.


Nach der Mittagspause Weiterfahrt (≈30 Min.) nach Mangyu, einem Außenstandort der Alchi-Gruppe. Mangyu ist ein ruhiges Oasendorf inmitten bizarrer Felslandschaft – mit Terrassenfeldern, Aprikosenhainen, weiß getünchten Stupas und kleinen Tempeln der Alchi-Gruppe; ideal für einen stimmungsvollen Spaziergang, schöne Fotos und eine Pause vom Trubel. Die dortigen Tempel entstanden im selben kunsthistorischen Umfeld und bewahren Malereien und Skulpturen von vergleichbarer Qualität; stilistisch lassen sich Parallelen in Ornamentik, Farbauftrag und Figurenschema erkennen.


Zum Abschluss legen wir ein Stück des Rückwegs zu Fuß zurück. Entlang des Mangyu-Bachs wandern wir durch eine eindrucksvolle Schlucht mit faszinierenden Fels- und Bergformationen etwa eine Stunde bergab bis nach Gyera, wo unser Fahrzeug bereits auf uns wartet. Anschließend Rückfahrt zum Hotel.

Fahrzeit ca. 1,5 Std., 2 Übernachtungen im Hotel in Alchi (3.150 m), (F/M/A)


09.07.   Hinein ins Tal der Aprikosen 

Am Vormittag besuchen wir Ridzong (Rizong), ein abgeschieden gelegenes Kloster, dessen asketische Ausrichtung beispielhaft für die Vinaya-Tradition steht. Abseits dörflicher Strukturen kultiviert die Gemeinschaft ein streng reguliertes Klosterleben; die schlicht, aber sorgfältig gestalteten Räume betonen Funktion und kontemplative Konzentration. Nach der Besichtigung steigen wir durch ein schmales Tal zum Nonnenkloster Chulichan ab. Als ökonomisch wie spirituell verbundene Einrichtung versorgen die Nonnen das Hauptkloster: Sie bewirtschaften Felder, gewinnen Aprikosenöl und produzieren Grundnahrungsmittel wie Tsampa (geröstetes Gerstenmehl). Parallel zur Arbeit folgen sie einem geregelten Studienkanon, der buddhistische Lehren mit modernen Unterrichtsfächern verbindet – ein anschauliches Beispiel für die Verzahnung von Tradition und Gegenwart im monastischen Alltag.


Im Anschluss fahren wir in eines der charakteristischen Aprikosendörfer Ladakhs, nach Hemis Shukpachen („Zedernwald“). Das breit gelagerte Tal mit Feldern, Bewässerungskanälen und heiligen Anlagen bildet eine harmonische Kulturlandschaft, die zu einem Picknick an einem ruhigen Platz einlädt. Von hier öffnet sich ein weiter Blick über Haine und Terrassen, der die agrarische Prägung des Tals eindrucksvoll sichtbar macht. Anschließend unternehmen wir einen ca. 1-stündigen Spaziergang bis zum Dorfende, vorbei an traditionellen Häusern und Wassermühlen. Von dort fahren wir mit unseren Fahrzeugen zurück nach Alchi. 

Fahrzeit ca. 1,5 Std., Übernachtung in Alchi  (F/M/A)


10.07.   Fahrt zurück nach Leh 

Heute fahren wir zurück nach Leh. Unterwegs besichtigen wir Basgo, eine markante Festungs- und Tempelanlage auf lehmigen Steilklippen über dem Industal. Basgo diente über Jahrhunderte als strategischer Außenposten und gelegentliche Nebenresidenz der Namgyal-Dynastie; von hier kontrollierte man einen wichtigen Talabschnitt und Handelsweg. Die Anlage vereint Wehrarchitektur und Sakralbauten; besonders hervorzuheben sind die Maitreya-Tempel (16.–17. Jh.) mit eindrucksvollen Kultbildern und Wandmalereien.

Ein besonderer Blick gilt dem Chamchung-Tempel, der Gyal Khatun (muslimische Gemahlin aus Baltistan) zugeschrieben wird: Außen wirkt er moscheeartig, innen zeigt er buddhistische Ikonographie – ein exemplarisches Zeugnis der islamisch-ladakhischen Verflechtungen und höfischen Patronage jener Zeit. In regionalen Chroniken erscheint Basgo zudem wiederholt als Schauplatz politischer Auseinandersetzungen, was seine militärische wie symbolische Bedeutung unterstreicht. Von den Terrassen öffnet sich ein weiter Blick über Flussoasen, Felder und die erodierten Lehmbuckel.


Im Anschluss setzen wir die Fahrt durch das Industal nach Leh fort.


Der Nachmittag steht zur freien Verfügung – ideal für Stadtbummel, Kaffee & Kuchen, kleine Einkäufe oder einfach Entspannung im Hotel. 

Fahrzeit 2 Std., Übernachtung im Hotel in Leh (F/M/A) 


11.07.   Ausflug zu den Nomaden im Changthang Gebiet

Nachdem wir einige Tage im Industal verbracht haben und Sie sich an die Höhe gewöhnt haben, fahren wir heute nach Hanle ins Changthang-Hochland. Das Hochtal von Hanle liegt auf dem windoffenen Plateau des Changthang (über 4.000 m) – einer Landschaft aus Salzseen, weiten Schotterebenen und sanft gestuften Bergen. Zwischen Sommerweiden der Changpa-Nomaden erscheinen Felsoasen mit Gerstenfeldern, Weiden und niedrigen Steinmauern; Kiang-Wildesel und Pfeifhasen sind mit etwas Glück zu sehen.

Zentrum des Tals ist das Hanle-Kloster (Hanle Gompa), ein bedeutendes Haus der Drukpa-Kagyu-Tradition. Es wurde im 17. Jahrhundert unter der Herrschaft Sengge Namgyals gegründet und diente sowohl als religiöses Lehrzentrum wie auch als Stützpunkt an der historischen Route Richtung Westtibet. Architektonisch charakteristisch sind die terrassenförmig gestaffelten Klosterhöfe, die schlichten, weiß getünchten Fassaden und ein Dukhang mit kraftvoller Ikonographie (u. a. Schutzgottheiten und Bodhisattvas). Die Bibliothek bewahrt rituelle Objekte und alte Drucke; Mönche unterrichten Liturgie, Logik und Ethik, oft in engem Austausch mit den Dorfgemeinschaften und Nomadenfamilien.

Hanle ist zudem für seinen dunklen Himmel bekannt: Die extrem trockene Luft und geringe Lichtverschmutzung schaffen ideale Bedingungen für Beobachtungen und die Astrofotografie

Fahrzeit 4-5 Std., Übernachtung im Gästehaus (4.500), (F/M/A)


12.07.    Weiterfahrt zum großen See – Tso Moriri

Nach dem Frühstück verlassen wir Hanle und fahren über das Changthang-Hochland zum Tso Moriri. Die Strecke führt durch Steppe, flache Pässe und Bachrinnen; mit etwas Glück sehen wir Pashmina-Herden der Changpa und Kiang-Wildesel. Gegen Mittag erreichen wir Korzok (ca. 4.500 m) am Seeufer; die Wasserfläche changiert von Türkis bis Stahlblau.


Nach der Pause besuchen wir am Nachmittag die Sommerlager der Changpa oberhalb des Tals. Einblicke in Wanderzyklen, Weiderechte und die Verarbeitung feiner Pashmina-Wolle verdeutlichen den Alltag zwischen Tradition und Gegenwart; Fotografieren nur mit Zustimmung, kleine Gastgeschenke sind willkommen.


Anschließend geht es – je nach Pistenlage – zu einem Aussichtspunkt über dem See; ein kurzer, gemächlicher Aufstieg öffnet Panoramen aus Uferbögen, Moränenkanten und Schwemmfächern. Der Tso Moriri ist zugleich ein empfindliches Vogelhabitat (z. B. Brahminenenten) – bitte Distanz wahren.

Zum Abendlicht kehren wir nach Korzok zurück, spazieren am Ufer und genießen eine einfache, wohlschmeckende Küche aus lokalen Zutaten. Hinweise: langsam bewegen, viel trinken, Wind- und Sonnenschutz mitführen.

Fahrzeit ca 4  Std., Übernachtung im Übernachtung im Gästehaus (4.600 m), (F/M/A)

 

13.07.   Fahrt über Tso Kar und den Taglang La nach Leh

Nach einem frühen Frühstück brechen wir auf Richtung Leh. Zunächst passieren wir die Geothermalfelder von Puga mit dampfenden Quellen und schwefeligen Ablagerungen – kurzer Halt für Fotos und einen Blick auf diese ungewöhnliche Hochlandkulisse. Weiter geht es über Hochebenen zum Salzsee Tso Kar, wo wir einen kurzen Stopp für Landschaftsbilder und, mit Glück, Vogelbeobachtungen einlegen. Anschließend nehmen wir die spektakuläre Passstraße über den Taglang La (ca. 5.328 m) und rollen danach hinab ins Indus…


Am frühen Nachmittag erreichen wir Leh. Der restliche Tag steht zur freien Verfügung: bummeln Sie durch die Basargassen, besuchen Sie kleine Handwerksläden, stöbern Sie nach Schals, Gewürzen oder Thangkas, oder gönnen Sie sich eine Pause bei Kaffee und Kuchen – idealerweise auf einer Dachterrasse mit Blick auf Altstadt und Stok-Kette. Wer aktiv bleiben möchte, spaziert zur Shanti Stupa oder erkundet die stillen Seitenstraßen rund um den Polo Ground.

Fahrzeit ca 4  Std., Übernachtung im Hotel in Leh (3.500 m), (F/M/A)

 

14.07.  Ausflug zum größten Kloster Ladakhs - Hemis

Heute erleben wir nach dem Frühstück einen weiteren Höhepunkt dieser Reise. Wir fahren in das ca. 40 km von Leh entfernte Hemis, um dort das bekannte Hemis-Klosterfest mitzuerleben. Das Kloster gehört zu den bedeutendsten Drukpa-Kagyü-Klöstern Ladakhs und ist tief in der Tradition des tibetischen Buddhismus verwurzelt.

Den wichtigsten Teil des Festes bilden die berühmten Maskentänze der Mönche. Diese Tänze sind ein wesentlicher Bestandteil der tantrischen Vajrayana-Tradition und haben eine große religiöse Bedeutung für das klösterliche Leben und die Bevölkerung Ladakhs. Während des Festes bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, die tanzenden Mönche sowie viele Einheimische in ihren traditionellen Gewändern zu beobachten und zu fotografieren.


Anschließend fahren wir zurück nach Leh. Am Nachmittag bleibt noch Zeit für letzte Einkäufe, einen gemütlichen Bummel über den Leh-Markt oder einfach zum Entspannen und für die Vorbereitung auf die Rückreise.

Fahrzeit 2 Std. Übernachtung in Leh (F/M/A)


15.07.  Flug von Leh nach Delhi 

Nach einem entspannten Frühstück fahren wir zum Flughafen von Leh. Wir verabschieden uns von Ladakh und fliegen über die beeindruckende, schneebedeckte Bergwelt des Himalaya nach Neu-Delhi.

Nach der Ankunft werden wir am Flughafen abgeholt und fahren zu unserem Hotel in Flughafennähe. Aufgrund des heißen Klimas in Delhi steht der Nachmittag zur freien Verfügung. Sie können sich im Hotel erholen und in Ruhe die letzten Vorbereitungen für den Heimflug treffen.

Das gemeinsame Abendessen findet im Hotel statt.Flugzeit 1 Std., Übernachtung/Tageszimmer in Delhi (F/A) 


16.07.   Heimflug und Ankunft in Deutschland / Österreich / in der Schweiz

Je nach individueller Abflugzeit organisieren wir den Transfer etwa 3,5 Stunden vor Abflug zum jeweiligen Terminal am Flughafen Delhi.

Nach einer erlebnisreichen Reise durch Ladakh heißt es nun Abschied nehmen. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Rückflug und eine gute Heimkehr nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz.



F = FRÜHSTÜCK, M = MITTAGESSEN, A = ABENDESSEN


Programmänderungen (wegen kurzfristige Wetterverhältnissen, Straßen- und Wegzustand, Flugverzögerungen, Anordnungen der Behörden etc.) bleiben ausdrücklich vorbehalten!

Unterkünfte

Für unsere Aufenthalte in Ladakh wählen wir landestypische, gepflegte Hotels – von kleinen, familiengeführten Häusern bis hin zu komfortablen Resorts. Alle Unterkünfte bieten eine gute Küche, in der Regel mit vegetarischen Optionen. Wo immer möglich buchen wir die Zimmer für Sie mit getrennten Betten (Twin-Betten).

Im Changthang übernachten wir zwei Nächte in einfachen, aber sauberen Gästehäusern, die von einheimischen Familien geführt werden und über eigene Bäder (WC/Dusche) verfügen.

Alle diese Unterkünfte nutzen wir für unsere Gäste zum Teil seit vielen Jahren und haben bislang sehr gute Erfahrungen damit gemacht.


Fahrzeiten / Straßenverhältnisse

Auf einigen Strecken ist mit längeren Fahrtzeiten zu rechnen, da die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich sein können. Wir durchqueren auf dieser Reise teils noch wenig erschlossene Gebiete des Himalaya. Das ist landschaftlich sehr reizvoll, bedeutet aber auch, dass die Straßen nicht überall in gutem Zustand sind und sich Fahrzeiten verzögern können. In Einzelfällen können Umdispositionen notwendig werden.

Dies erfordert von den Teilnehmenden ein gewisses Maß an Toleranz und Flexibilität. Je positiver die innere Haltung ist, desto größer wird das Erlebnis dieser Reise sein.


Essen

In den Unterkünften wird überwiegend vegetarisch gekocht; gelegentlich gibt es Hühnersuppe als Vorspeise. Bei längeren Fahrten und Klosterbesuchen nehmen wir ein Lunchpaket mit. Heißer Tee und Kaffee stehen während der Fahrt bereit.

Bitte teilen Sie uns Allergien, Unverträglichkeiten oder besondere Wünsche spätestens einen Monat vor Abreise mit.


Klima im Juli

Ladakh hat ein trockenes Hochgebirgsklima. Nördlich des Himalaya-Hauptkamms erreichen Monsunwolken die Region nur selten. Im Juni ist es in Leh (3.500 m) tagsüber angenehm warm bis sehr warm, nachts eher kühl. In 4.000–5.000 m Höhe bleibt es dank der starken Sonneneinstrahlung tagsüber oft überraschend mild, kann aber rasch abkühlen.

Durchschnittliche Temperaturen (max/min):

Leh (3.500 m): ca. 25 °C / 18 °C

Tingmosgang (3.600 m): ca. 24 °C / 20 °C

Changthang (4.500 m): ca. 22 °C / 8 °C

Delhi: ca. 32 °C / 24 °C (feucht)

Alle Angaben ohne Gewähr, da sich das Wetter im Gebirge jederzeit ändern kann.


Visum für Indien

Das Visum für Indien muss vor der Reise von Ihnen selbst beantragt werden. Die Ausstellung erfolgt entweder online als E-Visum oder über die Vertretungen Indiens (Botschaften und Konsulate) bzw. über einen vorgeschalteten Visumservice. Ausführliche Informationen zum Visumverfahren erhalten Sie von uns rechtzeitig zusammen mit den Reiseunterlagen zugesandt.

REISEPREIS

pro Person im doppelzimmer   € 3690,-


ZuschlägeEinzelzimmer             € 470,-


Im Reisepreis enthaltene Leistungen: 

  • Linienflug (economy) ab FRA / MUC / Wien / Zürich nach Delhi und zurück (Abflug von anderen   Flughäfen möglich - Bitte Anfrage)
  • Inlandsflüge Delhi-Leh-Delhi 
  • Englischsprachige Reiseleitung von Tonyot Namgyal
  • 10 x Übernachtungen im gute bis sehr gute Hotels im Indus Tal mit Dusche und WC 
  • 2 x Übernachtungen im Changthang-Gebiet in einfachen Gästehäusern mit Dusche und WC
  • 1 x Tageszimmer in Delhi im 3 *** Sterne Hotel mit Dusche/Bad und WC
  • Trinkwasser während der Ausflüge
  • Mahlzeiten laut Reiseverlauf F/M/A
  • Eintrittsgebühren entsprechend dem Reiseverlauf 
  • Genehmigungen für das Sham- und Changthang-Gebiet inkl. Umweltschutzgebühren
  • Hilfe bei der Ausfüllung und Vorbereitung der Unterlagen für das Visum 

Eigenleistungen: 

  • Persönliche Reiseversicherung 
  • Visumgebühren für Indien (e-Visum 25 ,- USD,  Jahresvisum ca. 40,- € )
  • Trinkgelder 80 € p.P.  
  • Kosten, die sich aus unvorhergesehenen Umständen ergeben können, sowie Zusatzkosten infolge von Flugausfällen. Daher empfehlen wir Ihnen dringend, eine Reiseversicherung  inkl. Reiseabbruchversicherung. 

Zusätzlich buchbare Leistungen

  • Individuelle Vor - oder Nachverlängerungen
  • Reiseverlängerung in das Nubra Tal, 3 Nächte (ab 2 Personen): 470 € p.P. (im Doppelzimmer), 530 € p.P. (im EZ); mit einem englischsprachigen Fahrer.



Reiseleitung: Tonyot Namgyal

Tonyot, der aus Ladakh stammt, ist sowohl ein erfahrener Bergführer als auch ein begeisterter Kulturvermittler. Im Team von Amitabha ist er seit vielen Jahren tätig. Zusammen mit Tonyot werden Sie eine landschaftlich überaus reizvolle und gleichzeitig kulturell sehr interessante und beeindruckende Reise erleben. Tonyot spricht neben Ladakhi, Tibetisch und Hindi natürlich auch sehr gut Englisch.


Detailprogramm als Download

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